Omi’s Schoko Nuss Kuchen 2.0

Mami und Omi – immer eine Inspiration in der Küche

Sowohl meine Mama als auch meine Großmutter waren immer schon tolle Köchinnen und haben mir viel beigebracht.
Meine Omi machte immer den allerbesten Nusskuchen auf der ganzen Welt. Ich kann mich noch erinnern wie ich ihr als Kind immer beim Nüsse reiben helfen durfte. In ihrer kleinen, gelben Riess Eierpfanne testeten meine Cousine und ich immer neue „Kreationen“ aus allem was Omis Kühlschrank so hergab (meistens nur klein geschnittene Wurststückchen ohne alles dafür aber angebraten 😛 schmeckt ja schließlich gleich anders) Die Begeisterung fürs Kochen war bei mir also schon früh vorhanden.

Leider verstarben meine Großeltern um meinen 18. Geburtstag und lange Zeit war Omis Nusskuchen-Rezept verschollen. Ab diesem Zeitpunkt brachte mir meine Mama alles übers Kochen bei. Dank ihr weiß ich all die vielen kleinen, hilfreiche Handgriffe, all die Tipps und Tricks in der Küche. Danke Mami 🙂

Aber zurück zur Nusskuchen-geschichte

Durch Zufall brachte eine liebe Studienkollegin die „Londoner Stangerl“ ihrer Mama mit zu einer Geburtstagsparty im Studentenheim. Als ich sie kostete fiel ich aus allen Wolken. 6 Jahre später hatte ich plötzlich wieder etwas in der Hand, das genauso schmeckte wie der heilige Nusskuchen meiner Omi 🙂 Glücklicherweise war die Mama meiner Freundin so lieb mir das Rezept zu geben und so habe ich mich heute zum ersten Mal an einer veganen Version von Omis heiligem Schoko-Nusskuchen versucht 🙂

Von der Eierbombe zum veganen Knusperschnittchen

Zugegeben: Das Rezept in eine vegane Version umzuwandeln war eine kleine Herausforderung für mich da das Original im Teig 3 Eidotter und den zugehörigen Eischnee im Topping beinhaltet.

Die Tatsache, dass man die Flüssigkeit von Dosenkichererbsen wie Schnee aufschlagen kann, hatte mich aber total begeistert. Ein Test musste her und was wäre besser geeignet gewesen als Omis Kuchen?!
So einfach wollte es mir der Kuchen dann aber doch nicht machen. Schon stand ich vor der nächsten Herausforderung. Eine Freundin warnte mich noch rechtzeitig, dass dieser Kichererbsen-Schnee bei Hitze wieder flüssig werden würde und deshalb nicht zum Backen geeignet wäre. Da ich aber mit den Kuchenvorbereitungen schon so gut wie fertig war musste ich improvisieren indem ich zur Flüssigkeitsbindung Johannisbrotkernmehl und Chiasamen in das Topping gab und siehe da: es hat funktioniert! Nichts ist davon geschwommen und der Nusskuchen schmeckt sensationell 🙂

Zutaten

140 Gramm Pflanzenbutter
100 Gramm Zucker (Kokosblüten oder Rohrohr)
1 TL Essig
1 Chia-Ei (1 TL Chiasamen mit 2 EL Wasser vermischen und ein paar Minuten quellen lassen)
4-5 EL Sojamilch
Etwas Zitronenschale
210 Gramm Dinkelmehl
2 gehäufte EL Süßlupinenmehl
Etwas Backpulver

Marmelade zum Bestreichen

Abtropfflüssigkeit einer Kichererbsendose
110 Gramm Kristallzucker
1 Stangerl geriebene Schokolade
140 Gramm Geriebene Nüsse
1 EL Johannisbrotkernmehl
1 EL Chiasamen
Etwas Zitronensaft

Zubereitung

Backrohr auf 180°C Heißluft vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen.
Das Chia-Ei anrühren und beiseite stellen. Gelegentlich umrühren. Alle anderen Zutaten in den Mixtopf geben und ca. 10 Sekunden / Stufe 4 zu einem glatten Rührteig verrühren.
Nun die Teigmasse auf die Mitte des Backblechs geben und mit einem Gummispatel auf ein ca. 40 x 30 cm großes Rechteck mit 1-2 cm Höhe drücken. Lässt sich im Normalfall sehr gut formen.
Mit Marmelade bestreichen.

Mixtopf spülen und gut abtrocknen. Er sollte frei von Spülmittelresten und kalt sein. Kichererbsen abgießen, Flüssigkeit auffangen und in den Mixtopf geben. Schmetterling einsetzen und 1-2 Minuten Stufe 4 zu Schnee schlagen. Ein herkömmlicher Mixer und eine Rührschüssel funktioniert natürlich genauso. Schnee umfüllen, Mixtopf spülen und gut abtrocknen.
Schokolade und Nüsse darin 20 Sekunden / Stufe 10 reiben. Die restlichen Zutaten zugeben und den Schnee unterheben.

Die Masse gleichmäßig auf dem Kuchenteig verteilen und anschließend 20 – 30 Minuten bei 180°C Heißluft backen. Den Kuchen auskühlen lassen und in 2 cm breite Stangerl schneiden.

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