Sport, Motivation und Entdeckungsreisen

Ich hoffe ihr hattet auch so ein gemütliches Pfingstwochenende wie wir. Brunch mit Freunden, Sonne und ein bisschen planschen. Kaffee trinken und mit der besten Freundin tratschen, abends bei einem Gläschen endlich mal wieder länger draußen sitzen. Diese ersten Sommerabende im Jahr sind für mich immer etwas besonderes. Es ist warm, lange hell und ich habe das Gefühl zusammen mit den sprichwörtlichen „Lebensgeistern“ kehrt auch die Lust auf ein bisschen Bewegung wieder zu mir zurück.

Sport und mein Schweinehündchen mit der großen Klappe

Bei mir macht sich speziell zu dieser Zeit die sportliche Motivation wieder bemerkbar. Ich lege meinem inneren Schweinehündchen einen extragroßen Maulkorb an, ignoriere immer öfter seine kläglichen Versuche mich an die Couch zu fesseln um ihn mit Schokolade zu füttern und mache mich statt dessen auf den Weg zu einer kleinen aber feinen Laufrunde durch die Natur. Ok zugegeben bei meiner großen Runde (mit ca. 6 km) erwischt mich das Hündchen öfter mal im Vorfeld und bringt mich dazu sie gar nicht erst anzutreten „Das ist ja sooo weit…wenn du da mal mitten drin bist hast du in beide Richtungen sooo weit nachhause…ist es nicht zu heiß heute? Du hast doch gerade gegessen…morgen würde doch vom Timing viel besser passen, viel weniger stressig…und und und“ Das Kerlchen ist unglaublich kreativ.

Aber ist es in Wahrheit nicht so, dass wir uns nur bewusst machen müssen was uns auf lange Sicht glücklicher macht: unser höheres Ziel (wie z.B. fit zu sein, mehr Energie zu bekommen, ein paar kg abzunehmen,…) oder unserem momentanen Bedürfnis nachzugeben (z.B. der zweiten Portion Abendessen, der Schokolade auf der Couch…ja natürlich das muss auch zwischendurch mal sein, keine Frage aber ihr wisst worauf ich hinaus will) Die Schokolade macht mich selten länger als ein paar Minuten glücklich…

Besser als gar nicht zu laufen, wenn mir die große Runde zu weit ist, ist eine ganz kleine zu machen. Ich laufe mittlerweile so wie es für den heutigen Tag passt, so das es mir Spaß macht und ich am Ende noch Lust habe das ganze morgen wieder zu machen (oder übermorgen, wir wollen ja nicht übertreiben 😛 ) Der kleine Trick funktioniert für mich in Sachen Training am besten. Egal ob Ausdauersport, Langhantel-Training oder Yoga…ich mache das was mir an dem Tag Spaß macht.

Nicht jeder ist „der Trainingsplan-Typ“

Mit den Jahren habe ich festgestellt, ich bin einfach nicht der Typ für fixe Trainingspläne (Montag Beinetag, Mittwoch Rücken, ect.) oder genaue Vorgaben wann ich zu Laufen habe. Ich habe aufgehört mich deswegen schlecht zu fühlen und mir einzureden aus diesem Grund im Punkto Fitness nichts zu erreichen. Das ist auch nicht wahr. Ich bin eben wie ich bin.

Ich liebe Sport und ich brauche die Bewegung sonst habe ich das Gefühl zu verrosten. Warum also sollte ich mir diese Freude von unnötig selbst auferlegten Regeln kaputt machen lassen?! Wenn im Augenblick Laufen besser in mein Leben passt als Gewichte zu heben ist das eben so.

Niemand kommt und zeigt mit dem Finger auf mich weil ich nicht 3 mal die Woche Laufen war, oder jeden zweiten Tag Gewichte gestemmt habe so wie ich mir das vorgenommen hatte. Die einzige die in der Vergangenheit mit dem Finger auf mich gezeigt hat und mir die Freude an der Bewegung genommen hat, war ich selbst.

Draußen auf Entdeckungsreise

Gerade beim Laufen entdecke ich immer irgendetwas. Manche Dinge sind einfach nur schön…

 

Andere, wie ein blinder Passagier auf der Schulter, bringen mich zum Schmunzeln (zumindest etwas später)

Manchmal ist es auch einfach nur gute Musik, zu der man laufen kann, ein Sonnenuntergang und etwas Zeit für sich alleine.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Oft genug habe ich aber auch Tage an denen ich mich absolut nich aufraffen kann etwas sportliches zu machen. Mittlerweile schaffe ich es jedoch an solchen Tagen meistens mit meiner Tochter auf Entdeckungsreise zu gehen, egal wo.

Am Waldrand…

…am Bach

 

 

 

 

 

 

…und wenn wir draußen nur über eine kleine Schnecke staunen, die über den Asphalt kriecht. Wir sind draußen und sitzen nicht nur herum. Jeder Eindruck, jede Erinnerung die man für sich selbst schafft bleibt einem. Das sind die Dinge die mir Energie für den Alltag geben.

Ich kann euch nur den Rat geben: wenn ihr gerade dabei seid eure Sportmotivation zu finden, setzt euch nicht unter Druck. Macht was euch Spaß macht, kleine Ziele, tastet euch spielerisch an eure Grenzen, versucht sie nicht mit aller Energie in den ersten Wochen gleich auszuweiten. Geht raus aus dem Haus auch wenn es nur ein Spaziergang ist. Ihr werdet sehen, mit den ersten Erfolgen (und wenn es nur die Tatsache ist regelmäßig etwas zu tun) kommen der Ehrgeiz und die Energie für die Sache mit der Zeit von selbst. Habt ein bisschen Vertrauen in euch.

 

 

 

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